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DVR, Difu und BMVI: Mobilität beginnt zu Fuß – Sichere Straßen für den Fußverkehr

Das Zufußgehen ist besonders in den Städten die verbreitetste Art der Fortbewegung. Bis auf wenige Ausnahmen ist jeder Mensch auch Fußgänger: viele Wege lassen sich ganz zu Fuß bewältigen, die übrigen werden in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln zumindest teilweise zu Fuß zurückgelegt.

Im Vergleich zu motorisierten Verkehrsteilnehmern und Radfahrern werden die Belange des Fußverkehrs bisher jedoch wenig beachtet. Um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, bis 2020 die Anzahl der Getöteten insgesamt um 40 % zu senken, muss der Sicherheit der Fußgänger künftig mehr Bedeutung beigemessen werden. Die Verkehrsunfallstatistik zeigt: Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 537 Fußgänger getötet (15,5 Prozent der insgesamt 3.459 Verkehrstoten). Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder. Jeder zweite getötete Fußgänger war über 65 Jahre alt. Der demografische Wandel stellt die Sicherheit des Fußverkehrs vor besondere Herausforderungen.

Entscheidende Voraussetzung für die Fußgängersicherheit sind die Bereitstellung ausreichender Flächen,  gute Sichtbeziehungen sowie sichere Überquerungsmöglichkeiten. In Untersuchungen zum Unfallgeschehen mit Fußgängern wird deutlich, dass die Gestaltung der Infrastruktur oft nicht den Empfehlungen des aktuellen Regelwerks entspricht.

Gute Rahmenbedingungen für den Fußverkehr steigern aber auch die Aufenthalts- und Lebensqualität im öffentlichen Raum. Sie fördern eine gesunde und umweltfreundliche Art der Fortbewegung und können dazu beitragen, die Belastungen durch den motorisierten Verkehr zu mindern.

Nach vier erfolgreichen Veranstaltungen im Vorjahr wird diese Reihe in 2017 mit sechs weiteren Terminen fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Fußverkehr in den Städten. Durch die Vermittlung der Regelwerke und Rechtsvorschriften und von Erkenntnissen aus der Unfallforschung sollen die Kommunen für die Belange des Fußverkehrs sensibilisiert und bei der Planung sicherer und bedarfsgerechter Infrastruktur unterstützt werden. Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit zur gemeinsamen Bearbeitung von Praxisaufgaben und zum intensiven Erfahrungsaustausch.

 

Die weiteren Termine finden statt

am 06.09.2017 in Hamburg,

am 14.09.2017 in Augsburg

und am 05.12.2017 in Leipzig.