Betriebliches Mobilitätsmanagement

Als große Verkehrserzeuger und als Multiplikatoren für eine Vielzahl von Mitarbeiter/-innen und Kunden/-innen spielen Unternehmen eine zentrale Rolle im Mobilitätsmanagement. Schon einzelne Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagement können sehr positive Effekte auf unternehmensinterner und kommunaler Ebene entfalten. Im Idealfall entsteht daraus eine Gesamtstrategie auf Unternehmensebene – insbesondere für größere Unternehmen ist diese übergeordnete Ebene sehr sinnvoll. Klassischerweise werden die Mitarbeitermobilität, das Dienstreise- und das Flottenmanagement betrachtet.

Der Impuls zu solchen Maßnahmen geht oftmals von Verkehrsproblemen wie Parkplatzmangel oder schlechter Erreichbarkeit für potenzielle Mitarbeiter/-innen aus. Da die Erreichbarkeit der Unternehmen ein zentraler Standortfaktor ist, stellt das betriebliche Mobilitätsmanagement ein wichtiges Handlungsfeld für die kommunale Wirtschaftsförderung dar.

Projekte und Aktionsprogramme

Projektlaufzeit: 2015 - heute

Das Projekt „Gute Wege zur guten Arbeit“ ist im Juni 2015 gestartet und verfolgt ein klares Ziel: Die Arbeits- und Dienstwege von Beschäftigten effizient und nachhaltig zu gestalten. Hierfür fördert der ACE Auto Club Europa e.V. die Bekanntheit des betrieblichen Mobilitätsmanagements und trägt es bundesweit in die Unternehmen. „Gute Wege“ richtet sich insbesondere an betriebliche Akteure und Beschäftigte: Ob Geschäftsführungen, Personalabteilungen, Gesundheits- und Umweltbeauftragte oder Betriebs- und Personalräte – sie alle können dazu beitragen, Mobilitätsmanagement im Unternehmen erfolgreich zu verankern.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der offiziellen "Gute Wege"-Projekthomepage auf den Webseiten des ACE.

 

Laufzeit: ab 2017

Um die Einführung von betrieblichem Mobilitätsmanagement in Unternehmen praktisch zu unterstützen, bietet die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit teilnehmenden Industrie- und Handelskammern eine fachliche Weiterbildung an. Die Qualifizierung bildet Mitarbeiter/innen in fünf Modulen zu betrieblichen Mobilitätsmanagern/innen weiter. Die Fortbildung richtet sich auch an Mitarbeiter/innen von Kommunalverwaltungen und kommunalen Betrieben.

Die Weiterbildung wird durch die teilnehmenden Industrie- und Handelskammern in ihren jeweiligen Bezirken selbstständig organisiert und unter Beteiligung von qualifizierten Dozenten durchgeführt. Insgesamt beinhaltet die Qualifizierung 66 Lehrgangsstunden. Die Aufteilung und Durchführung als Blockunterricht oder Wochenend- und Abendseminar wird durch die Industrie- und Handelskammern in Absprache mit den teilnehmenden Unternehmen vor Ort festgelegt.

Eine Auskunft darüber, ob Ihre Industrie- und Handelskammer die Weiterbildung anbietet, erhalten Sie bei ihren IHK-Ansprechpartnern oder bei der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz.

Weitere Informationen zu der Fortbildung finden Sie auf der offiziellen Homepage der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unter www.mittelstand-energiewende.de

Weitere Informationen zum Download:
Praxisleitfaden Betriebliches Mobilitätsmanagement der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz

Projektlaufzeit: 2013-2016

Das bundesweite Modellprojekt Mobil.Pro.Fit stellte die Verbindung zwischen kommunalen Klimaschutzsstrategien und betrieblichem Mobilitätsmanagement her. Ziele des Vorhabens waren die Umsetzung von nachhaltigen und klimafreundlichen betrieblichen Mobilitätsangeboten in Unternehmen und anderen Einrichtungen. In NRW gehörten die Städteregion Aachen, das Ruhrgebiet mit den Städten Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen und Herten sowie die Region Köln/Bonn zu den Modellregionen.

Nähere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der offiziellen Webseite von Mobil.Pro.Fit. unter www.mobilprofit.de .

Hinweis: Die offizielle Webseite wird weiterhin aktualisiert.

Weitere Informationen:
Projektdokumentationen und Praxisbeispiele aus den Modellregionen

Projektlaufzeit: laufend

Die seit 2001 vom ADFC zusammen mit der AOK initiierte bundesweite Mitmachaktion Mit dem Rad zur Arbeit findet jährlich in den Sommermonaten Juni bis August statt. Sie richtet sich an alle Beschäftigten mit dem Ziel, möglichst viele Wege im Berufsverkehr mit dem Fahrrad zurückzulegen. Im Focus steht neben der Verkehrsentlastung vor allem der Gesundheitsaspekt durch die tägliche Bewegung auf dem Weg zur Arbeit. Aktionskalender mit Gewinnspielen sollen Beschäftigte zum Mitmachen animieren.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der offiziellen Homepage unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de .

Projektlaufzeit: 2008-2010

2008 initiierten das Bundesumweltministerium und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) mit "effizient mobil" ein zweijähriges Aktionsprogramm zum Mobilitätsmanagement. In bundesweit 15 Regionen wurden koordinierte Netzwerke aufgebaut. In NRW gab es insgesamt drei Modellregionen: Region Aachen, Region Ruhrgebiet und Region Köln/Bonn. Im Rahmen von "effizient mobil" erhielten 100 Akteure (Betriebe, Kommunen sowie andere lokale Akteure) eine kostenlose Erstberatung zum betrieblichem Mobilitätsmanagement. Ziel dieser Beratungen war es, nach einer umfassenden Bestandsaufnahme ein Mobilitätsmanagementlonzept für die Umsetzung von Maßnahmen zu entwickeln. Eine Evaluation der Prozesse und eine Wirkungsabschätzung der Mobilitätsmanagementkonzepte des Programms hat mit einer abgeschätzten Einsparung von über 133 Millionen Pkw-Kilometern und 23.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein großes Potential ergeben. Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass regionale Strukturen eine hohe Wichtigkeit haben und verstetigt werden sollten, da über diese Multiplikatoren viele Impulse zur Einrichtung und Umsetzung eines Mobilitätsmanagements erfolgen.

Weitere Informationen zum Download:
Offizielle Projektdokumentation "effizient mobil"
Evaluation "effizient Mobil" [Kurzfassung]
Projektbeschreibung "effizient mobil" [Kurzfassung]