Vom Einzelbetrieb zur starken Standortlösung
Kooperatives BMM in Gewerbe- und Industriegebieten

(marcinjozwiak | pixabay)
Viele Gewerbegebiete stehen vor hohen Pendlerströmen, Flächenknappheit und steigenden Anforderungen an Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit. Ein kooperatives Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) kann hier gezielt verbessern – für Unternehmen, Beschäftigte und Kommunen.
Das Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstützt Kommunen dabei, Gewerbegebiete systematisch beim Aufbau eines kooperativen BMM zu begleiten. Dabei werden Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure zusammengebracht, um Maßnahmen abgestimmt zu entwickeln und umzusetzen. Unsere Angebote richten sich an alle Mitgliedskommunen und sind kostenfrei nutzbar:
Einstiegs- und Prozessberatung
Wir unterstützen Kommunen dabei, tragfähige Strukturen aufzubauen, Prozesse anzustoßen und Mobilität strategisch und nachhaltig zu verankern. Die Beratung schafft Orientierung, erleichtert den Einstieg und fördert den Aufbau langfristig wirksamer Prozesse. Die Beratungen umfassen insbesondere:
- eine erste Standortbestimmung zu Herausforderungen, Potenzialen und bestehenden Mobilitätsangeboten
- die Begleitung bei der Zieldefinition und Priorisierung relevanter Handlungsfelder
- die Moderation von Austauschformaten zwischen kommunaler Verwaltung, Kreis, Unternehmen und weiteren Akteuren wie Verkehrsverbünden
- Unterstützung bei der Strukturierung und Organisation von Prozessen – von den ersten Schritten bis zur Umsetzung
- die Ableitung konkreter Maßnahmen sowie klarer Empfehlungen für die nächsten Schritte
Erstellung eines Mobilitätsprofils
Ein Mobilitätsprofil schafft Transparenz und macht sichtbar, wo gezielt Verbesserungen ansetzen können. Es bildet die Ausgangsbasis für alle weiteren Maßnahmen und ermöglicht eine strukturierte, wirkungsorientierte Weiterentwicklung der Mobilität. Es beinhaltet:
- systematische Bestandsaufnahme der Mobilitätsbedingungen im Gewerbegebiet
- Analyse von ÖPNV‑Anbindung, Rad‑ und Fußverkehr, Parkraum, Kfz‑Erreichbarkeit, Pendlerströmen, vorhandenen Angeboten u. v. m.
- kartografische Aufbereitungen (z. B. Branchenstruktur, Arbeitnehmerdichte, Isochronen)
- Ableitung erster Handlungsfelder und Maßnahmenoptionen
Erstellung von Vorher-Nachher Visualisierungen
Die Visualisierung macht Mobilitätsangebote, Infrastruktur und Aufenthaltsqualität im Gewerbegebiet sichtbar und schafft ein gemeinsames Verständnis für bestehende Stärken und Entwicklungspotenziale. Sie unterstützt Kommunen und Unternehmen dabei, Zusammenhänge klar zu erkennen und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen. Sie umfasst insbesondere:
- die Gegenüberstellung von IST- und SOLL-Zustand zur klaren Darstellung von Entwicklungspotenzialen, sowohl aus der Vogelperspektive als auch in einer fußläufigen Darstellung
- die Visualisierung nachhaltiger Mobilitätsangebote, wie Mobilstationen, ÖPNV-Zugänge, Radverkehrsinfrastruktur, Abstellanlagen, Ladepunkte, Mikro-Depots oder Lieferzonen
- die Einbindung von Klimaanpassungselementen (z. B. Entsiegelung, Verschattung, zusätzliche Begrünung) sowie von Barrierefreiheitsaspekten wie sicheren Querungsstellen, Bordsteinen oder taktilen und visuellen Markierungen
Unternehmensbefragung im Gewerbegebiet
Um die Bedarfe der Unternehmen zu erfassen, wird eine strukturierte Befragung durchgeführt. Sie schafft Transparenz und liefert eine belastbare Grundlage für passgenaue Maßnahmen. Die Ergebnisse ergänzen das Mobilitätsprofil und fließen direkt in die Maßnahmenentwicklung ein. Sie liefert insbesondere Erkenntnisse zu:
- Stellplatzangebot und Auslastung
- Arbeitszeit- und Schichtmodellen
- Logistik- und Lieferverkehren
- bestehenden Mobilitätsangeboten (z. B. Jobticket, Dienstrad-Leasing, Ladeinfrastruktur)
- Herausforderungen sowie Entwicklungs- und Optimierungspotenzialen
Unterstützung bei Veranstaltungen im Gewerbegebiet
Zur Aktivierung und Einbindung der Unternehmen unterstützen wir bei der Gestaltung eines strukturierten, dialogorientierten Prozesses. Ziel ist es, relevante Akteure frühzeitig einzubinden und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. So entsteht eine tragfähige Grundlage für Akzeptanz, Zusammenarbeit und Umsetzung. Die Unterstützung umfasst insbesondere:
- Planung und Organisation von Workshops, Unternehmensfrühstücken, Vorträgen oder Gebietsgesprächen
- Moderation sowie methodische Gestaltung der Formate
- fachliche Impulse, etwa durch Praxisbeispiele, Fördermöglichkeiten und aktuelle Trends
- strukturierte Dokumentation von Ergebnissen und ersten Maßnahmenansätzen
ways2work – das NRW-Partnernetzwerk
Im Partnernetzwerk ⮩ ways2work unterstützen wir – gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW – Kommunen, Unternehmen und Handwerksbetriebe auf dem Weg zu einer vernetzten und alltagsnahen Mobilität. Über das Netzwerk können Kommunen wie auch Unternehmen vielfältige Unterstützungsangebote abrufen, darunter Online‑Beschäftigtenbefragungen, Qualifizierungen, Seminare und Veranstaltungen.
- Das ⮩ IHK-Netzwerkbüro Betriebliche Mobilität NRW "Bemo" begleitet Unternehmen gemeinsam mit den beteiligten Industrie- und Handelskammern bei der Umsetzung der Mobilitätswende.
- Der ⮩ MobilityHub Handwerk NRW etabliert unter Einbindung der beteiligten Handwerkskammern nachhaltige betriebliche Mobilität im Handwerk – vom Werkstattverkehr bis zur Mitarbeitendenmobilität.
- Das ILS – Institut für Landes‑ und Stadtentwicklungsforschung liefert Begleitforschung und überträgt Erkenntnisse direkt in die Beratungspraxis.
Kontakt
Timo Resch
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 745
timo.resch@gorheinland.comJeanine Müllenschläder
Beratung im Rheinland
(0221) 20808 740
jeanine.muellenschlaeder@gorheinland.comJan Garde
Beratung in Rhein-Ruhr
(0209) 1584 367
jan.garde@vrr.deEva Jörgens
Beratung in Westfalen-Lippe
(05251) 6851 642
e.joergens@nwl-info.deBerenike Feldhoff
Beratung in Westfalen-Lippe
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b.feldhoff@nwl-info.deClaudio Tost
Beratung in Westfalen-Lippe
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