Mehr Selbstständigkeit für Kinder – mehr Sicherheit für alle
Schulisches Mobilitätsmanagement

(Smilla Dankert | Zukunftsnetz Mobilität NRW)
Eltern möchten ihre Kinder gut geschützt wissen. Aus Sorge greifen sie deshalb morgens gern zum Autoschlüssel. Doch gerade Elterntaxis machen den Schulweg für alle Beteiligten unübersichtlicher und gefährlicher. Denn der wirksamste Schutz der Jüngsten wird dabei nicht berücksichtigt: die Eigenständigkeit. Auf dem Rücksitz verlieren Kinder die Chance, wichtige Verkehrskompetenzen zu erlernen.
Schulisches Mobilitätsmanagement bietet Kommunen einen wirkungsvollen Ansatz, um diese Entwicklung zu verändern.
Maßnahmen wie der Ausbau von Fahrradwegen, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und die Organisation von Schulwegen zu Fuß stärken die eigenständige Mobilität der Schülerinnen und Schüler, sorgt für mehr Sicherheit rund um Schulen und unterstützt eine gesunde, aktive Alltagsgestaltung.
Wie das funktioniert, zeigt unser Erklärfilm.
Warum Schulisches Mobilitätsmanagement effektiv ist
Kinder, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Roller unterwegs sind, erleben ihren Schulweg bewusster. Sie bewegen sich mehr, fördern ihre Konzentration und lernen, sich sicher im Verkehr zu orientieren. Gleichzeitig profitieren Kommunen: Weniger Autoverkehr an Schulen bedeutet mehr Sicherheit, bessere Abläufe und entlastete Anwohnerinnen und Anwohner.
Damit das gelingt, braucht es ein gemeinsames Vorgehen von Verwaltung, Schulen, Eltern und weiteren lokalen Partnern. Schulisches Mobilitätsmanagement vernetzt genau diese Akteure und hilft ihnen, das gemeinsame Ziel effizienter zu verfolgen: sichere und kindgerechte Mobilität.
So gelingt der Aufbau in Ihrer Kommune
Schritt 1: Schulwege und Rahmenbedingungen erfassen
Zu Beginn werden bestehende Schulwege, Verkehrsbedingungen und Mobilitätsangebote analysiert. Dadurch werden Herausforderungen sichtbar und erste Handlungsbedarfe erkennbar.
Schritt 2: Ziele und Maßnahmen definieren
Verwaltung und Schule entwickeln gemeinsam Ziele und wählen passende Bausteine aus den Bereichen
- Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung
- Schulumfeld und Infrastruktur
- Kommunikation und Elternarbeit
Schritt 3: Umsetzung im Alltag
Die Maßnahmen werden Schritt für Schritt in den Schulalltag integriert und gemeinsam erprobt. Dabei zeigt sich schnell, was gut funktioniert und wo nachjustiert werden kann.
Schritt 4: Verstetigung und Weiterentwicklung
Nach einer gemeinsamen Reflektion verankern die Beteiligten den Prozess dauerhaft im Schulbetrieb. Das verbessert die Mobilitätssituation nachhaltig.
Fortbilden, Beraten, Vernetzen
Wir begleiten Kommunen in NRW bei jedem Schritt des Schulischen Mobilitätsmanagements – von der ersten Idee bis zur dauerhaften Umsetzung. Als Mitgliedskommune profitieren Sie von einem breiten Unterstützungsangebot:
- Qualifizierung und Fortbildungen: Unsere Fortbildungen vermitteln das nötige Know-how für Mitarbeitende aus Verwaltung und Schule.
- Workshops vor Ort: Wir bringen relevante Akteur*innen zusammen, entwickeln erste Strategien und legen gemeinsame Ziele fest.
- Fachgruppen und Infoveranstaltungen: Hier erfahren Sie regelmäßig Neues aus Wissenschaft, Praxis und kommunaler Anwendung und können sich mit anderen Kommunen austauschen.
- Materialien und Best Practises: Wir stellen praktische Unterstützung zur Verfügung: Leitfäden, Beispiele aus NRW, Kommunikationsmaterialien und Förderberatung.
Möchten Sie sichere Schulwege fördern, Eltern entlasten und Kinder stärken? Das Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstützt Sie dabei, schulisches Mobilitätsmanagement wirksam in Ihrer Kommune aufzubauen.
Kontakt
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Beratung im Rheinland
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meike.wiegand@gorheinland.comFranca Börsch
Beratung in Westfalen-Lippe
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