Fachaustausch „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“

Über 100 Kommunalvertreter und Experten trafen sich zum 2. Fachaustausch der NRW Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ am 19. März 2018 im Ministerium des Innern NRW in Düsseldorf.

Was gut für Kinder ist, ist gut für die ganze Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund startete das Zukunftsnetz Mobilität NRW im Juni 2014 die Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“. 22 NRW-Kommunen wurden als Projektpartner ausgewählt. Unterstützt durch das Dortmunder Planungsbüro STADTKINDER nutzten sie die Kampagne, um vor Ort und mit hohem Praxisbezug die eigenständige und sichere Mobilität von Kindern und das freie Spielen im öffentlichen Raum voranzubringen. Am 19. März 2018 trafen sich die teilnehmenden Partnerkommunen nun noch einmal zum Fachaustausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Politik, Landesverwaltung, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Bildungseinrichtungen in Düsseldorf.

Ziel der Veranstaltung war es, über die Erfahrungen und Erfolge im Projekt zu informieren und die Bedeutung des Themas für die gesellschaftliche Entwicklung in Kommunen zu vermitteln. Über 100 Besucherinnen und Besucher, unter ihnen zahlreiche Entscheider_innen und potenzielle Nachahmer_innen,  zeigten großes Interesse am Thema und ließen sich von den vielen überzeugenden Praxisberichten aus den teilnehmenden Städte und Gemeinden begeistern.

„In unserer Gemeinde war die Kampagne ‚Mehr Freiraum für Kinder’ ein großer Erfolg“, sagte Georg Gelhausen, Bürgermeister der Gemeinde Merzenich. „Sie brachte die richtigen Menschen miteinander in Kontakt und öffnete so viele Türen.“ Bürgermeister Gelhausen versprach, dass die Belange von Kindern auch nach Ende der Kampagne in Merzenich weiterhin bei allen Planungsschritten berücksichtigt werden.

Lebensqualität verbessern

Prof. Dr. Peter Höfflin (Evangelische Hochschule Ludwigsburg) erläuterte, wie wichtig eine sichere und eigenständige Mobilität für die positive Entwicklung von Kindern ist. Gleichzeitig betonte er den damit verbundenen positiven Effekt auf die Lebensqualität in der ganzen Kommune. "Es gibt viele Faktoren bei der kindlichen Entwicklung, an denen wir nur wenig verändern können. Den Raum, die örtlichen Gegebenheiten können wir beeinflussen und verändern. Und die spielen eine entscheidende Rolle bei einer gesunden Entwicklung und beim sozialen Lernen. Es wäre sehr unklug von den Kommunen, dieses Potenzial nicht zu nutzen."

Umso wichtiger war es für alle Anwesenden, dass Ulrich Malburg, Referatsleiter im Ministerium für Verkehr des Landes NRW, auch für die Zukunft in Aussicht stellte: "Die Kampagne 'Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!' hat viele Kommunen erreicht und dafür gesorgt, dass Kinder in der Planung besser berücksichtigt werden. Das Verkehrsministerium wird weiter daran arbeiten, dass Kinder in NRW ein Wohnumfeld mit besten Bedingungen für eine sichere Mobilität haben."

Weitere Informationen:

Die multimediale Abschlussdokumentation der Veranstaltung finden Sie hier: http://tip.pageflow.io/mehr-freiraum-fuer-kinder#153845

Die Steckbriefe der teilnehmenden Kommunen mit Informationen zum Projektverlauf finden Sie unten zum Download.

Auf der Website der Landeskampagne finden sich Informationen zur Kampagne, zu allen Aktivitäten in den 22 Partnerkommunen und viele Tipps und Ideen, wie Kommunen im Alltag und bei ihrer Planung auf mehr Freiraum für Kinder achten können.

Downloads

  • Steckbriefe der teilnehmenden Kommunen der zweiten Förderperiode mit Informationen zum Projektverlauf ( pdf | 19.54 MB )
21.03.18 | Allgemein, Kommunales Mobilitätsmanagement, Schulen und Kinder, Verkehrssicherheit