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17.05.2022 | Blog

Themenschwerpunkt Carsharing: Wie viel darf Mobilität kosten? 

Seien wir ehrlich: Wer kennt seine Finanzen bis aufs letzte Detail? Tatsächlich erfasst nur rund ein Drittel aller Haushalte seine Ausgaben in einem Haushaltsbuch1. Dass nur die wenigsten Menschen auch die Gesamtausgaben ihres Pkw zuverlässig als monatliche Ausgaben beziffern können, ergab eine Studie, für die in ganz Deutschland rund 5.500 Personen mit eigenem Pkw befragt wurden2 

Nur etwas mehr als 800 Personen, und damit rund rund 15 Prozent der Befragten, dachten spontan überhaupt an alle Kostenarten. Denn während Sprit, Steuern und Versicherung den meisten Autobesitzern gegenwärtig sind, erinnerten sich nur knapp 60 Prozent der Befragten an ungeliebte Werkstattkosten – und ganze 70 Prozent dachten nicht an den Wertverlust ihres Wagens. Dabei bilden gerade diese beinahe unsichtbaren Kosten gleichzeitig auch die größten Positionen. Auch wenn sich vor allem in ländlichen Regionen auf den ersten Blick kaum Alternativen zum Pkw anzubieten scheinen: Nachrechnen kann sich trotzdem lohnen. 

Wieviel kostet mein Auto? 
Wenig überraschend hängt das natürlich vom Fahrzeugmodell ab. Die wohl umfassendste Liste monatlicher Kosten führt der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC)3. Während er für einen VW Polo monatlich Kosten von rund 450 Euro listet, schlägt ein VW Golf schon mit mindestens 600 Euro zu Buche. Für SUV oder gehobenere Fahrzeuge werden schnell 900 bis 1.500 Euro monatlich fällig. 

Solche Beträge entstehen aus einer jährlichen Gesamtrechnung, die in kaum einem anderen Lebensbereich so hoch ausfällt. Wertverlust: ca. 1.000 bis 2.000 Euro pro Jahr; Betriebskosten: ca. 1.200 Euro pro Jahr (samt Werkstatt, Steuern und Versicherung); Spritkosten: ca. 1.300 Euro pro Jahr. Das allerdings nur unter normalen Umständen - politische und wirtschaftliche Ausnahmesituationen drehen unter Umständen kräftig an der Preisschraube. So stiegen aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Neuwagen im Jahr 2021 auch die Preise für gebrauchte sprunghaft um 10 Prozent4. Wer einmal selbst nachrechnen möchte: Mit einem guten Online-Tool lässt sich das unkompliziert machen.5  

Jedes eigenen Auto kostet - je nach Beträgen und Rechenweise - aber auf jeden Fall sieben Euro pro Tag, und zwar dafür, dass es nur herumsteht. Für das Fahren kommen noch einmal rund vier Euro täglich obendrauf. Die Kostenuhr steht beim eigenen Automobil niemals still. 

Was kostet mich Carsharing?
Ganz anders dagegen beim gemieteten Fahrzeug. Um nichts anderes handelt es sich beim Carsharing: um Mietfahrzeuge, nur eben nicht mehr, wie bei den traditionellen Autovermietungen, für ganze Tage oder Wochen, sondern für einzelne Stunden oder sogar nur die einzelne Fahrt gemietet werden. Je nach Fahrzeug und Tarif kostet das etwa zwei bis vier Euro pro Stunde; Tages- und Wochenendtarife sorgen dafür, dass die Kosten auch bei längeren Touren im Rahmen bleiben. Hinzu kommen etwa 0,30 Euro pro Kilometer. 

Wer jährlich bis zu 10.000 Kilometer mit dem eigenen Auto zurücklegt, fährt mit Carsharing kostengünstiger. Denn das eigene Auto kostet sogar, solange es nur herumsteht. Das Carsharing-Fahrzeug verursacht, sobald der Buchungsvorgang abgeschlossen ist, weder Sorgen noch Kosten. Mehr Zeit, Nerven und Geld bleiben für die angenehmen Dinge des Lebens übrig.

[1] www.earsandeyes.com/presse/digitales-haushaltsbuch
[2] www.media.nature.com/original/magazine-assets/d41586-020-01118-w/17904042
[3] www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/uebersicht
[4] www.adac.de/news/gebrauchtwagen-preise
[5] www.spare-benzin.de/Fahrten/Autokosten/Autokosten.html

Diese Reihe entstand in Zusammenarbeit mit spitzenkraft.berlin und raumkom.


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