Mobilitätsmanagement für Senioren

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen: Die Geburtenzahlen gehen zurück, die allgemeine Lebenserwartung wächst und der Anteil der älteren Menschen in Städten und Gemeinden wird deutlich zunehmen. Diese Entwicklungen machen es notwendig, alte Verhaltensmuster zu überdenken und neue Konzepte - auch neue Mobilitätskonzepte - zu entwickeln,

So fordern etwa die Zunahme älterer Verkehrsteilnehmer und die Abnahme der Bevölkerung in der Fläche neue Lösungen zur Aufrechterhaltung der Mobilität älterer Menschen. Die alternde Gesellschaft benötigt eine sichere Verkehrsinfrastruktur und attraktive Mobilitätsangebote - und stellt so Politik, Stadt-, Regional- und Verkehrsplanung vor gleichermaßen große wie interessante Herausforderungen.

Seit 2012 wird alle zwei Jahre von der Geschäftsstelle des "Zukunftsnetz Mobilität NRW" die landesweite Fachtagung "Mobilitätsmanagement für Senioren" veranstaltet. Eine eigenständige Mobilität sichert die unabhängige Lebensführung und die Teilhabe an allen Lebensbereichen - insbesondere für Senioren. Die Kommunen stehen vor der Herausforderung, bereits heute die Mobilität von morgen zu gestalten. Innovative Konzepte und Ideen sind vorhanden. Die Präsentation des breiten Spektrums der Möglichkeiten und die Diskussion und der Austausch stehen im Mittelpunkt der Fachtagungen.

Die Fachtagung "Mobilitätsmanagement für Senioren" 2017 findet am 22. März 2017 in Essen statt. Sie wird unter dem Thema "Mobilität für Alle" stehen. Weitere Informationen finden Sie zeitnah unter folgendem Link.

Die Dokumentationen der bisherigen Tagungen:

 

Rollator-Training und Technik-Check

Um ältere Menschen über den sicheren Umgang mit Rollatoren im Straßenraum und in Bus und Bahn zu informieren, findet seit zwei Jahren während der europäischen Woche der Mobilität im September in zahlreichen Städten in NRW der Rollatortag NRW statt.

Gemeinsam mit zahlreichen lokalen Partnern möchten die Verkehrsunternehmen, praktische Hilfestellung leisten und eine breite Öffentlichkeit für die besonderen Bedürfnisse von älteren Menschen in Bus und Bahn sensibilisieren.

Auf den öffentlichen Veranstaltungen können die Interessierten üben, wie man mit einem Rollator unebenen Untergrund überwindet, Kurven fährt, Bordsteine und Schrägen meistert, bremst, sich sicher hinsetzt und wieder aufsteht. Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der sicheren Nutzung von Bus und Bahn. Rollator-Nutzer erfahren, wie sie sich an den Haltestellen und beim Ein- und Ausstieg richtig verhalten und was es während der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beachten gibt. Zuletzt wird den Teilnehmern ein kostenloser Technik-Check für alle Rollatoren angeboten.

 

Freiheit zurückgewinnen – Unfälle vermeiden

Viele Menschen, die aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht mehr gut zu Fuß sind, erobern sich mit einem Rollator viel Mobilität und Freiheit zurück. Es gibt immer wieder Unsicherheiten, wie man sich mit einer fahrbaren Gehhilfe in Bussen und Bahnen richtig verhält, um heil und gesund ans Ziel zu kommen.

 

Übersicht Programmpunkte:

- kostenloser Technik-Check für alle mitgebrachten Rollatoren

- praktische Übungen auf dem Rollator-Parcours

- Üben des Ein- und Aussteigens und des Verhaltens im Bus

- Je nach lokaler Verfügbarkeit weitere Informationsstände z.B. zum Thema Kriminalprävention, Seniorenarbeit vor Ort, Gesundheitstests etc.

 

Gemeinsam für Mobilität und Sicherheit

Organisiert wird der Rollatortag NRW von den örtlichen Verkehrsunternehmen mit Unterstützung durch lokale Partner, wie Polizei, Verkehrswacht, Stadtsportvereine, Sanitätshäuser, Seniorenvertretungen etc. Ins Leben gerufen wurde der Rollatortag NRW vom Zukunftsnetz Mobilität NRW unter Federführung der beim VRR angesiedelten Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr sowie den drei regionalen Koordinierungsstellen Rheinland (VRS), Ostwestfalen-Lippe (nph) und Westfalen (WVG, Provinzial).

 

Weitere Informationen zum Download:

Der Fußgängercheck – wie lassen sich Defizite erkennen und beseitigen?

Ältere Menschen wissen selbst am besten, was gut für sie ist. Was liegt also näher, als sie bei Planung und Gestaltung ihrer Alltagsmobilität direkt mit einzubeziehen?

Daher hat die Koordinierungsstelle Rheinland des Zukunftsnetz Mobilität NRW im Jahr 2011 unter den Mitgliedskommunen einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem sechs Kommunen ausgewählt wurden, die im Rahmen des „Fußgängerchecks“ die Alltagswege älterer Bürger unter die Lupe nehmen konnten.

Zentrales Element des Fußgängerchecks sind Begehungen des Stadt- oder Ortsteils. Dabei gehen interessierte Senioren gemeinsam mit Mitarbeitern der Kommunalverwaltung die Alltagswege in ihrem Wohnumfeld ab. Sie untersuchen die Wege auf bestehende Gefahrenstellen und Barrierefreiheit. Die Beurteilung des Ist-Zustandes und die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen erfolgt dabei direkt vor Ort. Wichtig bei dem Projekt ist der Dialog vor Ort zwischen Vertretern der Betroffenen und Entscheidungsträgern. Ziel ist es, Schwachstellen des Fußwegenetzes zu erkennen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Der Fußgängercheck ist eine Methode, einen Prozess in der Kommune zu initiieren, um erste Maßnahmen zur Verbesserung des Fußverkehrs umzusetzen und die Verwaltung und Politik für die Bedürfnisse der Fußgänger zu sensibilisieren und gleichzeitig die Zielgruppe (besser) zu beteiligen.

Weitere Informationen zum Download:

 

Weitere Informationen zur Öffentlichkeitskampagne "Mobilität kennt keinen Ruhestand" finden Sie hier im Handlungshandfeld "Verkehrssicherheit".

Weitere Informationen zum Schulungskonzept für ältere Pedelecfahrer finden Sie hier im Handlungsfeld "Verkehrssicherheit".