"Willkommen und mobil - sicher unterwegs in NRW" - Informationen zur sicheren Verkehrsteilnahme von Zugewanderten

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstützt mit Landesministerien, landesweiten Einrichtungen und deren Trägern Kommunen bei Aktivitäten, die Zugewanderten eine sichere Verkehrsteilnahme ermöglichen sollen.

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

Westfälische Provinzial Versicherung AG

Landesverkehrswacht NRW e.V.

Viele Vertreter von Kommunen, Verkehrsunternehmen, Institutionen, Vereinen und freiwilligen Initiativen haben bereits lokale Konzepte umgesetzt. Personellen Ressourcen reichen aber oft nicht aus, um der zunehmenden Nachfrage nach Materialien und Schulungen gerecht zu werden. Im Rahmen der landesweiten Initiative „Willkommen und mobil – sicher unterwegs in NRW“ bieten wir Kommunen Informationen zu Handlungsmöglichkeiten, Best Practice-Beispielen und ganz konkreten Medien.

 

Willkommen und mobil – sicher unterwegs in NRW
Sichere Verkehrsteilnahme von Zugewanderten - Informationsveranstaltung für Kommunen

Münster, 5.9.2016. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich heute in der Zentrale der Westfälischen Provinzial Versicherung AG in Münster zu einem landesweiten Informationstag mit dem Titel " Willkommen und mobil – sicher unterwegs in NRW". Im Zentrum stand die Frage, wie Zugewanderten eine sichere Verkehrsteilnahme ermöglicht werden könne. In zahlreichen persönlichen Gesprächen tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter von Integrationsvereinen, Kommunen, Polizeibehörden, Verkehrswachten und Verkehrsunternehmen sowie Zugewanderte über Erfolgsfaktoren und Hemmnisse aus.

Veranstaltet wurde der Tag vom Zukunftsnetz Mobilität NRW im Auftrag des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Westfälischen Provinzial Versicherung AG und der Landesverkehrswacht NRW e.V., in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Gemeinsam unterstützen die Partner die Kommunen bei ihren Aktivitäten für mehr Verkehrssicherheit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen Informationen zu Handlungsmöglichkeiten, Best Practice-Beispiele sowie Informations- und Schulungsmaterialien zur Gestaltung von beispielsweise Radfahrkursen oder Mobilitätsschulungen. Zudem erhielt jede Gebietskörperschaft einen kostenfreien Schulungskoffer, der unter anderem Ankündigungs- und Informationsplakate, Broschüren, Flyer, Schautafeln und Präsentationen enthält.

Gemeinsam die Verkehrssicherheit zu fördern ist auch das Anliegen der Westfälischen Provinzial. Als einer der Träger im Zukunftsnetz Mobilität NRW engagiert sie sich gemeinsam mit den Partnern für die Kommunen. „Damit Unfallschäden so gut wie möglich vermieden werden, finanziert und begleitet die Provinzial das Schulungsprogramm 'Willkommen und mobil - Sicher unterwegs in NRW'", so Michael Hein, Hauptabteilungsleiter im Firmenkundenbereich, der für die kommunalen Kunden sowie für den Bereich Schadenprävention, einschließlich Verkehrssicherheit verantwortlich ist.

Viele Vertreter von Kommunen, Verkehrsunternehmen, Institutionen, Vereinen und freiwilligen Initiativen haben bereits lokale Konzepte geplant oder umgesetzt. Allerdings reichen die personellen Ressourcen oft nicht aus, um der zunehmenden Nachfrage nach Materialien und Schulungen gerecht zu werden. Der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Thomas Hunsteger-Petermann, begrüßt das Schulungskonzept und appelliert an die Teilnehmer, bereits in Kitas und Schulen mit präventiven Integrationsmaßnahmen zu beginnen. "Kommunen müssen hier kreativ handeln, Ressourcen effektiv bündeln und bspw. Deutschkurse für Mobilitätsschulungen nutzen.“

Ulrich Malburg, Referatsleiter im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen betont, dass Mobilität eine wichtige Voraussetzung für Integration ist. „Mobilitätsschulungen können dazu beitragen, bisherige Unsicherheiten abzubauen und Zugewanderten Wissen zu vermitteln, das sie möglicherweise aus ihren Heimatländern nicht mitbringen."

Jürgen Marten, Verkehrsreferent im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen, stimmt dem zu: „Durch die Zuwanderung vieler Menschen aus anderen Lebensräumen entstehen neue Herausforderungen an eine problemorientierte und präventive Verkehrssicherheitsarbeit. Die Polizei NRW will, dass sich alle Menschen sicher und angstfrei im Straßenverkehr bewegen können. Wir setzen uns mit unseren Partnern vor Ort dafür ein, dass unsere neuen Mitbürger sicher am Straßenverkehr teilnehmen können.“

Kontakt: Telefon 0251 / 219-4190, sicherundmobil@provinzial.de

v. l. n. r:

Michael Hein, Westfälische Provinzial Versicherung AG

Thomas Hunsteger-Petermann, Oberbürgermeister der Stadt Hamm

Ulrich Malburg, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Silke Schmidtmann, Zukunftsnetz Mobilität NRW

Jürgen Marten, Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

Die Presseinformation zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

 

Vorträge als Download:

Vorstellung des Schulungskoffers und der Medien:

Michael Hein, Westfälische Provinzial Versicherung AG [weitere Infos sind unter dem Unterpunkt "Veranstalter-Haftpflichtversicherung für Mobilitätsschulungen von Zugewanderte" zu finden]

Silke Schmidtmann, Zukunftsnetz Mobilität NRW

Marc-Philipp Waschke, Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

 

Projekte aus der Praxis:

PHK Klaus Sieker / PHK Heinz Lanfermann, Polizeipräsidium Münster, Direktion Verkehr,

Norbert Fischer, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Gütersloh e.V.

Fayeq Osmani, Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH

Dr. Matthias Albrecht, Runder Tisch Prävention von Kinderunfällen, Dortmund und Werner Blanke, ADFC Kreisverband Dortmund e.V.

Rahmenangebot: Schulungskoffer Willkommen und mobil – sicher unterwegs in NRW

Für die weitere Arbeit vor Ort haben alle Gebietskörperschaften in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, ab September 2016 einen Schulungskoffer mit umfangreichen Informations- und Schulungsmaterialien zur Gestaltung von bspw. Radfahrkursen und Mobilitätsschulungen zu bestellen.

Der Schulungskoffer ist als Rahmenangebot zu verstehen und  durch lokale Informationsmaterialien (z.B. Tarifinformationen im Öffentlichen Personennahverkehr) zu ergänzen.

Die Medien sind insbesondere zur Durchführung von Schulungen in den landeseigenen zentralen Unterbringungseinrichtungen und Notunterkünften sowie den kommunalen Unterbringungseinrichtungen geeignet.

Die Präsentation zum Schulungskoffer finden Sie hier zum Download.

Inhalte des Schulungskoffers

  • Öffentlicher Verkehr [Medien ab 05.09.2016 verfügbar]
    • Ankündigungsplakat für Schulungsveranstaltungen [für NRW Kommunen auf Anfrage als Printversion erhältlich]                 
    • Informationsplakat zum Verhalten im Öffentlichen Verkehr [ab 05.09.2016 online verfügbar]            
    • Informationsflyer zum Verhalten im Öffentlichen Verkehr [ab 05.09.2016 online verfügbar]        
    • Laminierte Schautafeln für Schulungsveranstaltungen zum Öffentlichen Verkehr [für NRW Kommunen auf Anfrage als Printversion erhältlich]           
    • Leitfaden für Schulungsveranstaltungen zum Öffentlichen Verkehr [für NRW Kommunen auf Anfrage als Printversion erhältlich]                
    • PDF-Vortrag für Schulungsveranstaltungen zum Öffentlichen Verkehr [für NRW Kommunen auf Anfrage als Printversion erhältlich]                                         

 

 

Regionale Informationsmaterialien zum öffentlichen Verkehr in NRW

Wir weisen darauf hin, dass die Informationen nur für das im Dokument benannte Tarifgebiet / das Verkehrsunternehmen / den Verkehrsverbund gültig sind.

Für Bestellungen von Printversionen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Herausgeber.

Verkehrsunfallpräventionsarbeit der Polizei NRW

Die Verkehrsunfallprävention bildet einen wesentlichen Baustein der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Daher ist es Ziel der Polizei Nordrhein-Westfalen (NRW), alle Einwohner des Landes mit ihrer Arbeit zu erreichen. Nach der deutlich gestiegenen Zuwanderung in NRW ist es der Polizei NRW daher ein Anliegen, mit ihrer Verkehrsunfallpräventionsarbeit auch diese Menschen mit einzubeziehen. Sie bilden dabei in der Regel keine neue, eigene Zielgruppe, sondern gliedern sich in die bestehenden Zielgruppen der Verkehrssicherheitsarbeit z. B. nach Alter oder Art der Verkehrsbeteiligung ein.

Sofern darüber hinaus einzelne Kreispolizeibehörden innerhalb der Verkehrssicherheitsarbeit gesonderte Lösungen praktizieren, hat das Ministerium für Inneres und Kommunales in NRW die Kreispolizeibehörden gebeten, Beispiele für Verkehrsunfallprävention für Zuwanderer zuzusenden. Das schafft die Möglichkeit eines Austausches von Ideen und Erfahrungen untereinander.

Nachfolgend stellen wir diese Maßnahmen und Konzepte der Kreispolizeibehörden kurz vor.

Die Kreispolizeibehörde Aachen bietet nach anfänglichen Einzelterminen zur Fahrradausbildung nun eine Multiplikatorenschulung an (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Bonn hat es sich zur Aufgabe gemacht, ehrenamtliche Fahrradtrainer/-innen auszubilden (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Borken unterstützt andere Organisation wie z. B. die Caritas oder das Deutsche Rote Kreuz bei der Radfahrausbildung von Zuwanderern. Es wurden bereits 600 Zuwanderer beschult. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Coesfeld unterstützt andere Organisationen bzw. die Schulen im Rahmen der üblichen Radfahrausbildung bei der theoretischen und praktischen Beschulung von Schülern. Dabei wird auch gezielt eine Zuwandererklasse mit einbezogen. Außerdem werden anderen Organisationen (z. B. Flüchtlingshilfe) Multiplikatorenschulungen angeboten. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Dortmund bietet neben Veranstaltungen für Fußgänger auch Radfahrtraining für Kinder im schulpflichtigen Alter an. Dabei wird neben Theorie auch viel Praxis vermittelt. Die Anwesenheit der Eltern ist dabei ausdrücklich erwünscht. Zusätzlich hat die Verkehrspuppenbühne der Kreispolizeibehörde Dortmund ein sprachreduziertes Stück zum Thema Straßenverkehr entwickelt, das bei allen Kindern Anklang findet. (Weitere Infos: KPB Dortmund Puppenbühne / KPB Dortmund Radfahrtraining)

Die Kreispolizeibehörde Duisburg hat sich dem Thema Verkehrsunfallprävention sehr systematisch genähert und beschult ab September viele Migrantinnen und Migranten in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für Integrationskursträger „Deutsch lernen in Duisburg“. Zusätzlich wird gezielter Verkehrsunterricht mit Praxiseinheiten für unbegleitete minderjährige Zuwanderer angeboten. (Weitere Infos: KPB Duisburg Unbegleitete Minderjährige / KPB Duisburg Prävention im Deutschunterricht)

Die Kreispolizeibehörde Düren unterstützt andere Institutionen bei der Ausbildung von Multiplikatoren für die Verkehrssicherheitsarbeit. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Essen hat sich mit Hilfe der Puppe TIM dem Thema „sicherer Schulweg“ gewidmet. Sie führt ein sprachreduziertes Puppenspiel für Zuwandererkinder auf, wobei das Gelernte danach in die Praxis umgesetzt wird. Darüber hinaus bietet die Kreispolizeibehörde Essen neben der Radfahrausbildung für Grundschulkinder ebenfalls eine Radfahrausbildung für Zuwandererkinder an. Dabei wird mit Sozialarbeitern, Ehrenamtlern und den Jugendverkehrsschulen zusammengearbeitet. (Weitere Infos: KPB Essen Radfahrtraining / KPB Essen Sprachreduziertes Puppenspiel)

Die Kreispolizeibehörde Gelsenkirchen hat zwei Projekte in Angriff genommen. Sie bietet eine Multiplikatorenausbildung und zusätzlich ein Verkehrssicherheitstraining für die Teilnahme am Radverkehr an. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Herford bietet Sozialarbeitern an verschiedenen Örtlichkeiten Unterstützung bei der Vermittlung von Verkehrsregeln an. Dabei sind sowohl Fußgänger/-innen als auch Radfahrer/-innen angesprochen. Die Einheiten sind auf eine Dauer von 60 Minuten ausgelegt. (Weitere Infos: KPB Herford Standards / KPB Herford Verkehrssicherheitstraining)

Die Kreispolizeibehörde Köln bietet nach Einweisung in die grundlegenden Verkehrsregeln und Verkehrszeichen ein Fußgängertraining und eine Radfahrausbildung an. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Münster beschäftigt sich zum einen mit dem Radfahrtraining für Kinder bis 12 Jahre, bei denen die Eltern anwesend sind, und auch anhand eines Fahrradparcours das Gefahrenbewusstsein geschärft werden soll. Zusätzlich bietet die Behörde ein Fußgängertraining an. Auch hier wird nach Vermittlung der Theorie praktisch geübt. (Weitere Infos: KPB Münster Präsentation Radfahrtraining / KPB Münster Radfahrtraining / KPB Münster Fußgängertraining)

Die Kreispolizeibehörde Oberhausen unterstützt von einer Kirchengemeinde und einer Stiftung unterstützt die Kreispolizeibehörde Oberhausen bei der theoretischen und praktischen Radfahrausbildung und gibt auch Fußgänger/-innen wertvolle Hinweise für die Teilnahme am Straßenverkehr. Dabei setzt sie auch einen Dolmetscher ein. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Recklinghausen hat ein Konzept entwickelt, bei dem Multiplikatoren befähigt werden, eigene Radfahrtrainings anzubieten (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis bietet den Bewohnern der Notunterkünfte Verkehrsunterricht an. Dabei wird auch das direkte Wohnumfeld begangen und auf Gefahren aufmerksam gemacht. Unterstützt wird die Polizei dabei von den Betreibern der Einrichtungen, Ehrenamtlern und von Integrationshelfern der Kommune (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis bietet anfragenden Institutionen Unterstützung bei der Radfahrausbildung an. Das Konzept ist auf drei Tage ausgerichtet (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss bietet Unterstützung bei Radfahrtrainings an. Die meist vom ADFC oder anderen Einrichtungen organisierten Veranstaltungen werden durch die Polizei fachlich betreut. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Warendorf beschult Multiplikatoren, damit diese den Zuwanderern Grundregeln der Teilnahme am Straßenverkehr als Fußgänger/-innen und Fahrradfahrer/-innen vermitteln können. (Weitere Infos)

Die Kreispolizeibehörde Wuppertal hat mit dem Filmclub Solingen einen Film für Radfahrer/-innen erstellt, der sich gezielt an Zuwanderer richtet. Der deutsche Film ist in mehrere Sprachen übersetzt worden (Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi und Vietnamesisch). (Weitere Infos)

Gern möchten wir Sie über die Möglichkeit informieren, Mobilitätsschulungen nach unserem Schulungskonzept (Schulungskoffer) kostenfrei über die Westfälische Provinzial Versicherung AG versichern zu lassen. Hiermit übernimmt die Westfälische Provinzial Versicherung AG das Schadenrisiko im Rahmen von Radfahr- oder Verkehrsschulungen.

Nähere Informationen finden Sie in der beigefügten Produktinformation (Link zum Download).

Das Versicherungsformular ist hier herunterzuladen: Link zum Download

Für Fragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0251 / 219-4190, sicherundmobil@provinzial.de